Farbkanarien
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Wissenswertes über die Haltung der Tiere im Allgemeinen

Kanarienvogel

Am Anfang sollte man sich über die richtigen Dimensionen eines Käfigs oder der Voliere im klaren sein, Einzelhaltung oder Pärchen. Es gibt 3 Zuchtarten von Kanarien: Farb-, Gesangs- und Gestaltskanarien. Unsere hier bekannten Arten stammen vom Kanariengirlitz ab, so wie er heute noch in seiner Heimat den Kanarischen Inseln, Madeira und den Azoren vorzufinden ist. Der Kanarienvogel ist durch seinen lauten und schönen Gesang, aber auch durch seine Farbenpracht ein sehr beliebtes Haustier. Sie werden auf keinen Fall so zahm wie z. B. der Wellensittich, können aber in Einzelhaltung auch anhänglich werden. Das Futter sollte aus einer handelsüblichen Körnermischung bestehen und zusätzlich immer mit etwas "Grünem" wie z.B. Löwenzahn, Hirtentäschel, Vogelmiere, Blattsalat oder Obst gereicht werden. Wichtig finde ich noch Vogelgrit, feine Holzkohle und einen Wetzstein für den Schnabel. Ganz wichtig für den Kanarienvogel, ist Wasser, denn er nimmt ca. bis zu 20% seines eigenen Körpergewichts täglich zu sich. Wegen seines hohen Bewegungsdranges sollte bei Käfighaltung mindestens einmal täglich ein Freiflug möglich sein, ebenso sollte auf Spielzeug verzichtet werden und stattdesen lieber ein Zweig von einem Obstbaum oder Weide zum knabbern gereicht werden. Ein Badehäuschen sollte nicht fehlen. Wählen sie einen zugluftfreien halbschattigen Platz für den Käfig, bzw. für ihre Voliere aus. Wenn sie diese Grundregeln einhalten werden sie lange Zeit Freude an ihrem Kanarienvogel haben. In der Regel werden die Tiere zwischen 10 - 15 Jahre alt, nach persönlicher Erfahrung sogar bis 18 Jahre. Von den Temperaturen her, lieben sie es zwischen 15 und 25°C. Ich kenne viele Züchter, die in ihrer Außenanlage den Vögeln auch im Winter nur ein unbeheiztes Schutzhaus zur Verfügung stellen, was aber den Vorteil hat, dass die abgehärteten Tiere das darauf folgende Zuchtjahr gesunden und kräftigen Nachwuchs bekommen und auch selbst voller Energie sind. Bei mir Überwintern die Tiere bei 5-10°C und können jederzeit in die Freivoliere. Wer sich entschieden hat, eine Zucht mit den Tieren zu beginnen, hier einige Informationen: Wenn sich ein Pärchen gefunden hat und die Brutzeit, meistens Ende März beginnt, geht es dann sehr schnell mit dem Nestbau und das erste Ei lässt nicht lange auf sich warten. Der Nestbau und das ausbrüten der Eier ist vornehmlich dem Weibchen vorbehalten. Die Brutzeit beträgt 2 Wochen und das Männchen steigt in das Brutgeschehen ein, indem es das brütende Weibchen füttert. Das Futter sollte umgestellt werden und sollte jetzt eiweßreicher sein. Ich stelle dann Eifutter und getrocknete Garnelen zur Verfügung, was von den Tieren sehr gut angenommen wird. Es gibt Weibchen die ab dem ersten Ei anfangen zu brüten und andere fangen damit erst an, wenn alle Eier (meistens 4-6 Stück) gelegt sind. Viele Züchter entnehmen die ersten Eier und ersetzen sie durch Plasteeier um einen genauen Schlupftag für alle Jungtiere zu gewährleisten. Bis sie dann pflügge sind und das Nest verlassen vergehen noch 3 Wochen und eine weitere Woche werden sie noch von ihren Eltern gefüttert, denn meistens hat das Paar schon mit der nächsten Brut begonnen. Ab der 10. Woche beginnt dann bei den Jungtieren die Jugendmauser. Die Brutzeit der Vögel geht bis August, bis sie dann selbst mit der Mauser anfangen. In dieser Zeit benötigen sie viel Ruhe, vor allem die Weibchen. Bei den meisten Männchen geht es weiter wie bisher. In dieser Zeit kommen die Vögel wieder alle zusammen.

Ich beschränke mich in meiner Zucht, hauptsächlich auf Farbkanarien (Rot Intensiv, Rot/Schimmel, Achat/Rot und Achat/Schimmel/Rot). Natürlich habe ich auch andere Farbschläge, wie man auf den Bildern sehen kann. Es soll nur ein ineressanter Ratgeber für Leute sein, die sich vielleicht entscheiden einen, zwei oder mehrere Kanarienvögel bei sich aufzunehmen oder doch eine Zucht von den Vögeln beginnen wollen. Gerade bei den Farbkanarien gibt es schon einige Richtlinien die man als Züchter einhalten sollte. Ich möchte hier auch nicht ins Detail gehen, dazu gibt es genügend Fachliteratur. Alle Farbschläge gibt es als blaß bzw. schimmel und intensiv. Dominant (sichtbar) und Rezesiv (nicht sichtbar) spielt in der Vererbungslehre mit die größte Rolle. Hier ein einfaches Beispiel von wildfarbigen und spalterbigen Mutationen:

Wildfarbe x Wildfarbe = 100% Wildfarbe

Wildfarbe x Mutation = 100% Wildfarbe/(spalt) Mutation

Wildfarbe / spalt x Mutation = 50% Wildfarbe/spalt und 50% Mutation

Wildfarbe/spalt x Wildfarbe/spalt = 25% Wildfarbe, 25% Mutation, 50% Wildfarbe/spalt

Wildfarbe x Wildfarbe/spalt = 50% Wildfarbe, 50% Wildfarbe/spalt

Mutation x Mutation = 100% Mutation

Der Geschlechtsbestimmungsfaktor bzw. das X Chromosom:

Der Hahn 1,0 hat immer zwei X- Chromosomen, die Henne 0,1 immer nur ein X- Chromosom und ein Y- Chromosom. Also der Hahn XX und die Henne XY. Trifft nun das X- Chromosom des Hahnes  auf das X- Chromosom der Henne, so entsteht ein Hahn. Trifft das X- Chromosom des Hahnes auf das Y- Chromosom der Henne, so entsteht eine Henne.



 

 


 

                            


 

 

 






 

 

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